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Kundgebung vor der CDU Zentrale in HH – Rede von Kassandra

Liebe Menschen, die diesen Redebeitrag hören,

in den nächsten Wochen soll der Entwurf des Gesetzes zur Änderung des BGG, also des Behindertengleichstellungsgesetzes seine 2. und 3. Lesung im Bundestag haben und kurz danach verabschiedet werden.

In dem Gesetzentwurf gibt es viele Punkte, die von behinderten Menschen kritisiert werden. Sehr viele Punkte.

Ich heiße Kassandra Ruhm, ich gehöre zur anti-ableistischen Aktion Nord und ich will heute nur zwei dieser vielen Punkte ansprechen.

Wie viele andere behinderte Menschen, kann ich aufgrund von zu vielen unterschiedlichen Barrieren und aus gesundheitlichen Gründen heute nicht selbst da sein. Verdammt. Deshalb habe ich meine Rede aufgenommen und als Audiodatei geschickt. Wenn alle problemlos kommen könnten, die wollen, dann wären wir viel, viel mehr Menschen, als heute hier vor der Landesgeschäftsstelle der CDU Hamburg zu sehen sind.

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7.6. mit der aaA-LG: Kennenlernen, Siebdruck, Ally werden!

Die anti-ableistische Aktion Lüneburg/Nord Lädt ein: Sonntag 7. Juni ab 14 Uhr im Commons Zentrum Lüneburg.

sharepic für die Veranstaltung. Text: Die anti-ableistische Aktion lädt ein
So. 7.6. ab 14h im Commons Zentrum Kunkelberg 2 21335 Lüneburb. Dann gibt es zeichnungen jeweil mit einem Stichwort. unten links: "Kennenlernen" und zeichnung " Behindert na und" mit Mensch der V zeichen macht. rechts: "Ally werden mit Logo "Make ist accessible or burn it down"  und zwei rollstuhlnutzende in Schwarz-weiß. auch rechts: "Siebdruck" und Zeichnung "Noch Access no peace" mit Rollstuhlfahrenden Person mit Anarchie A in dem Rad. Ganz oben links ist das bunte Logo der anti-ableistischen Aktion  mit pride farben und Logo in der Mitte (Schwar rote rollstuhlfahrende) . unten, mittig: Bild einer Aktion, ein Rollstuhl ist zu sehen und Kreidespruch Fight Ableism.

Eine schöne Gelegenheit, um mit uns ins Gespräch zu kommen, uns kennenzulernen und Ally (Verbündete*r) zu werden.
Und es gibt Siebdruck mit tollen anti-ableistischen Motiven. Bringe gerne Kleidung mit.

Am 7.6. ist wieder verkaufsoffener Sonntag in Lüneburg. An diesem Tags wirbt die Marketing GmbH mit „Inklusion“. Das Setting ist allerdings kritikwürdig. Wohlfahrtsorganisation sind beteiligt. Sie stehen mit ihren Heimen und Werkstätten nicht für Inklusion, sondern für Segregation und Ausbeutung. Das Setting ist auch falsch: der Kapitalismus behindert uns! Unsere Veranstaltung zeigt Alternativen dazu. Weg mit ableistischen Strukturen und für ein selbstbestimmtes Leben!

Sharepic: Eichhörnchen

Rezension Frech und frei sein

50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung

Aus: GWR 509 Mai 2026

Udo Sierck: Frech und frei. 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung, Assoziation A, Hamburg/Berlin 2025, 152 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86241-514-4

Udo Sierck erzählt über 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung, aus der Selbstbestimmt-Leben-Perspektive. Behinderte Menschen sind keine Opfer, die Mitleid erfahren wollen oder sollen, sondern Akteur*innen, selbstbestimmte Menschen. Sie kämpfen gegen Aussonderung und Diskriminierung.

Die Anfänge prägten der Rollstuhl fahrende Sozialarbeiter Gusti Steiner, mit dem Motto „Behindert sein ist schön“, und die Autorin Christa Schlett. Sie erklärte, Rebellion sei Sinn des schwerbehinderten Lebens. An der Frankfurter Volkshochschule wurde in der Folge der Kurs „Bewältigung der Umwelt“ angeboten, mit dem gesellschaftspolitischen Modell von Behinderung im Mittelpunkt. Die Gesellschaft behindert uns. Menschen wurden aufgeklärt und zum Handeln ermutigt.

Aufkleber der Krüpplebewegung: ein Mensch sitzt ruhig im Rollstuhl. Text: Unser Krüppelchen , Dankbar, lieb, ein bisschen doof und leicht zu verwalten
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ich bin kein Kostenfaktor! Inklusion ist ein Menschenrecht!

Wir dokumentieren die Rede der aaA-LG/Nord bei der Kundgebung gegen das neue BGG. Diese fand am 16. April vor der SPD Zentrale statt, Die SPD ist als Teil der Regierung für das Gesetz mitverantwortlich.

Ich bin Cécile, von der anti-ableistischen Aktion Nord

Der neue BGG Gesetzesentwurf macht uns auch wütend!

Bestehende Barrieren werden durch das neue BGG-Gesetz leider nicht bekämpft, sondern legalisiert. Die Privatwirtschaft kann sich künftig auf das Gesetz berufen, um ihre Barrieren zu rechtfertigen. 

Das Gesetz wurde über und ohne uns geschrieben. Und die UN-Behindertenrechtskonvention wird weiter missachtet.

Solange wir behinderte Menschen als Last gesehen werden, wird es keine Inklusion geben. Das ist ableistisch und ein Ausdruck der kapitalistischen Verhältnisse, weil wir nicht als „produktiv“ angesehen werden und somit als „weniger wert“.  Dieser Blickwinkel muss sich ändern.  Inklusion ist kein Kostenfaktor sondern ein Menschenrecht! 

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5.5. ein Bericht der anti-ableistischen Aktion Lüneburg

Collage mit Bildern der Kundgebung in Lüneburg. Ein Banner "neues BGG fördert Ausgrenzung von Behinderten" , ein Menschen im Rollstuhl im Baum in Seilen gesichert, Teilnehmer*innen

der 5.5. ist europäischer Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Es gab eine Kundgebung mit über 60 Menschen in Lüneburg, organisiert durch die anti-ableistische Aktion Lüneburg.
Wir sind keine „Last“. Inklusion ist ein Menschenrecht. Fight Ableism! fight Capitalism !

Wir hatten einen kleinen symbolitischen Rollstuhl-Seilaufzug mitgebracht und ich bin im Baum geklettert. Destroying Stereotypes!
Wenn die Gesellschaft uns behindert, können wir die Nicht-Behinderten, die uns ignorieren, damit blockieren, wenn es sein muss!

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Menschen mit Behinderung müssen beim Brandschutz mitgedacht werden!

Am Freitag, 24.04. um 16 Uhr demonstrieren wir auf dem Hamburger Bahnhofsvorplatz (Glockengießerwall)!
Letzte Woche hat eine Rollstuhlfahrerin über Stunden in einer unterirdischen S Bahn Station festgesessen während es dort gebrannt hat. Sie konnte erst danach die Station verlassen als die Aufzüge wieder angestellt waren. Sind wir Behinderte Menschen euch so egal? Wir sagen NICHT MIT UNS und verlangen endlich verbindliche Barrierefreiheit – inklusive Brandschutz

Barrierefreiheit für alle!Der ständige Ausfall der Aufzüge am Bahnhof Buxtehude behindert uns!

Buxtehude, den 13.4.2026

Aktive von der anti-ableistischen Aktion Nord demonstrieren heute mit einer Rollstuhl-Kletteraktion an der Unterführung/Treppe zu Gleis 2 am Buxtehuder Bahnhof.

“Bahn für alle, die Stufen müssen weg“, steht auf einem Banner. Die Demonstrant*innen haben symbolisch ihren eigenen (Seil)Aufzug mitgebracht – aus Protest gegen den ständigen Ausfall von Aufzügen an Bahnhöfen.

Auf einem anderen Banner steht: „Neues BGG fördert Ausgrenzung von Behinderten“ – BGG ist die Abkürzung für das Behindertengleichstellungsgesetz. 

1 Menschen hängt im Rollstuhlsitzend in Seilen in einem Treppenhaus am Bahnhof. zwei Banner: Bahn für alle die Stufen müssen weg und neues BGG fördert Ausgrenzung von Behinderten
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Nein zum neuen BGG!

BGG (Behindertengleichsstellungsgesetz), klingt gut, ist es aber nicht. Der neue Gesetzesentwurf, der am 16.4. in erster Lesung durch den Bundestag soll, jedenfalls nicht.

Barrierefreiheit bleibt mit dem neuen Gesetz für die Privatwirtschaft freiwillig. Barrierefreie Umbauten nur verpflichtend, wenn diese keine unzumutbare Belastung darstellen – also gilt immer ein Vorwand. Der Entwurf erklärt bauliche Veränderungen und Änderungen an Gütern und Dienstleistungen in § 7 Abs. 3 Nr. 3 pauschal zu „unverhältnismäßigen und unbilligen“ Belastungen. Die, die diskriminieren und ausgrenzen, werden geschützt. Wir lehnen das neue BGG in der jetzigen Form ab! Deutschland verstößt damit weiterhin gegen die UN-Berhindertenrechtskonvention.

„Wir behinderte Menschen werden als Last gesehen, das ist das Gegenteil von inklusion. Das ist ableistisch und ein Ausdruck der kapitalistischen Verhäntnissen, weil wir nicht als „Produktiv“ angesehen werden und somit als als „weniger wert“, fasst die antiableitische Aktion Nord zusammen.

Weitere Infornationen zum Gesetz

Offener Brief – ableistische Antwort vom Salü

Die anti-ableistische Aktion Lüneburg hat den Zugang zu einem Sportbad für Gehbehinderte Menschen gefordert. Sie fordert einen Umbau des bislang nur durch eine Treppe erreichbaren Sportbades sowie die unbürokratische Übernahme von Taxikosten zum nächsten Sportbad. Der Brief richtete sich an OB Claudia Kalisch. Sie lies den Geschäftsführer des Salü den Brief beantworten. Ein ungewöhnlicher Vorgang. Üblich ist dass sie Stellungnhamen einholt (hier vom Salü) aber dann persönlich antwortet.

Die Antwort bewertet die anti-ableistische als ableistisch. Wir dokumentieren die Antwort des Geschäftsführers sowie die Rückmeldungen von der anti-ableistischen Aktion und vom Behindertenbeirat.

  1. Antwort des Salüs
  2. Antwort der antiableistischen Aktion Lüneburg
  3. Antwort des Behindertenbeirates
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