Gemeinsame Pressemitteilung von ROBIN WOOD und der „Anti-ableistischen Aktion Nord“
Hamburg, 2.9.2026
Eine barrierefreie Bahn für alle – das fordern Aktivist*innen der „Anti-ableistischen Aktion Nord“ und von ROBIN WOOD am Hamburger Hauptbahnhof. Sie besetzten vergangene Nacht einen Bahnsteig zwischen den Gleisen 13 und 14 und schlugen dort ihre Zelte auf. Der Grund: Die Rollstuhlfahrer*innen unter ihnen kamen von dort erst mit dem ersten Zug am frühen Morgen wieder weg. Denn der Aufzug von Gleis 13/14 ist für sechs Monate gesperrt, der letzte Zug war gestern bereits abgefahren. Aus Protest entrollten die Aktivist*innen auf dem Bahnsteig Banner mit den Aufschriften: „Bahn für alle, die Stufen müssen weg“ und – mit Bezug auf das Behindertengleichstellungs-Gesetz – „Neues BGG fördert Ausgrenzung von Behinderten“. Sie verlangen von der Deutschen Bahn, dass sie ihr Angebot barrierefrei gestaltet, Aufzüge zügig repariert und Ersatzteile auf Vorrat bereit hält. Wenn ein Aufzug ausfalle, müsse Zugang über einen anderen barrierefreien Weg angeboten werden. Außerdem solle die Bahn ihre Kund*innen bei Umwegen aufgrund von Barrieren angemessen entschädigen.
Aktivist*innen haben am 9. Juli 2026 die SPD Parteizentrale in Berlin besetzt. Der Protest richtete sich gegen behindertenfeindliche Gesetze, die die SPD in der Koalition mitträgt. Der „Ideengeber“ der SPD sprach mit den Besetzer*innen. Sinngemäß erzählte er, die SPD stehe auf der Seite behinderter Menschen (??). Die Aktivist*innen würden ihren Protest am falschen Ort austragen, hier würde man nur verwalten, die Politik finde im Bundestag statt. Die Aktivist*innen forderten, die Abgordnete sollen vom Bundestag rüber kommen, statt behindertenfeindliche anti-soziale Gesetze zu verabschieden. Die Antwort war die Beauftragung der Polizei mit der Räumung der Aktivist*innen am Abend. Vor dem Gebäude fand eine Soli-Mahnwache statt. Diese erhielt viel Zuspruch von Passant*innen.
1 Aktivisti blockiert die Räumung vom anderen Aktivisti 🙂
Pressemitteilung der Gruppe
Berlin, 9. Juli 2026, 13h15
Das Willy-Brandt-Haus in Berlin ist besetzt – Aktionsgruppe von beHinderten und nicht-beHinderten Aktivist:innen widersetzt sich der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren Kürzungsplänen
Aktivist*innen haben am 9. Juli 2026 die SPD Parteizentrale in Berlin besetzt. Der Protest richtete sich gegen behindertenfeindliche Gesetze, die die SPD in der Koalition mitträgt. Der „Ideengeber“ der SPD sprach mit den Besetzer*innen. Sinngemäß erzählte er, die SPD stehe auf der Seite behinderter Menschen (??). Die Aktivist*innen würden ihren Protest am falschen Ort austragen, hier würde man nur verwalten, die Politik finde im Bundestag statt. Die Aktivist*innen forderten, die Abgordnete sollen vom Bundestag rüber kommen, statt behindertenfeindliche anti-soziale Gesetze zu verabschieden. Die Antwort war die Beauftragung der Polizei mit der Räumung der Aktivist*innen am Abend. Vor dem Gebäude fand eine Soli-Mahnwache statt. Diese erhielt viel Zuspruch von Passant*innen.
1 Aktivisti blockiert die Räumung vom anderen Aktivisti 🙂
Pressemitteilung der Gruppe
Berlin, 9. Juli 2026, 13h15
Das Willy-Brandt-Haus in Berlin ist besetzt – Aktionsgruppe von beHinderten und nicht-beHinderten Aktivist:innen widersetzt sich der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren Kürzungsplänen
Rollstuhl-Kletteraktion in Berlin am 8.7.2026 gegen die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren Kürzungsplänen!
„Krüppel die kämpfen sind Krüppel die leben“ war an der Gustav heinemann Brücke zwischen Hauptbahnhof und Regierungsviertel in Berlin auf einem großen Banner zu lesen. Aktivistinnen mit und ohne Behinderungen demonstrierten gegen behindertenfeindliche Gesetze. 6 Aktivistinnnen bekletterten die Brücke, 3 von ihnen kletterten in ihrem Rollstuhl sitzend.
Die Aktivist*innen haben bewusst das Wort „Krüppel“ gewählt. Eine provokative empowernde Selbstbeszeichnung. In Anlehnung an die Krüppelbeweung der 80er Jahre (dazu gibt es einen tollen Archiv)
Erklärung der Gruppe:
Forderungen:
Keine Kürzungen auf dem Rücken von beHinderten und anderen marginalisierten Menschen.
Barrierefreiheit verpflichtend jetzt und das neue verschlechterte BGG verwerfen!
Selbstbestimmtes Leben für alle. Finger weg von der Eingliederungshilfe!
Rollstuhl-Kletteraktion in Berlin am 8.7.2026 gegen die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren Kürzungsplänen!
„Krüppel die kämpfen sind Krüppel die leben“ war an der Gustav heinemann Brücke zwischen Hauptbahnhof und Regierungsviertel in Berlin auf einem großen Banner zu lesen. Aktivistinnen mit und ohne Behinderungen demonstrierten gegen behindertenfeindliche Gesetze. 6 Aktivistinnnen bekletterten die Brücke, 3 von ihnen kletterten in ihrem Rollstuhl sitzend.
Die Aktivist*innen haben bewusst das Wort „Krüppel“ gewählt. Eine provokative empowernde Selbstbeszeichnung. In Anlehnung an die Krüppelbeweung der 80er Jahre (dazu gibt es einen tollen Archiv)
Erklärung der Gruppe:
Forderungen:
Keine Kürzungen auf dem Rücken von beHinderten und anderen marginalisierten Menschen.
Barrierefreiheit verpflichtend jetzt und das neue verschlechterte BGG verwerfen!
Selbstbestimmtes Leben für alle. Finger weg von der Eingliederungshilfe!
Aktivist*innen mit und ohne Behinderungen demonstrierten am 21.6.26 im Bundes-Wirschaftsministerium. Sie störten das Bühnenprogram des Tages der offenen Türen und blieben auch nach Abschluss der Veranstaltung. Sie wollten vor der parlamentarischer Anhörung zum neuen BGG am Tag darauf Druck machen „Wir gehen nicht, bevor das neue behindeertenfeindliche BGG nicht geht!“ Die Besetzung wurde am 22.6. in der Nacht um 2h45 durch die Polizei geräumt.
Die informelle Gruppe Fight Ableism! verteilte einen Flyer. Auf Mastodon fasst ein Thread die Ereignisse zusammen, mit Text und Bild.
Es wird weitere Proteste gegen das BGG (2. und 3. Lesung am 8. und 9.7.), gegen Kürzungen in der Behindertenpolitik und in anderen Bereichen geben! Achtet auf Ankündigungen!
Aktivist*innen mit und ohne Behinderungen demonstrierten am 21.6.26 im Bundes-Wirschaftsministerium. Sie störten das Bühnenprogram des Tages der offenen Türen und blieben auch nach Abschluss der Veranstaltung. Sie wollten vor der parlamentarischer Anhörung zum neuen BGG am Tag darauf Druck machen „Wir gehen nicht, bevor das neue behindeertenfeindliche BGG nicht geht!“ Die Besetzung wurde am 22.6. in der Nacht um 2h45 durch die Polizei geräumt.
Die informelle Gruppe Fight Ableism! verteilte einen Flyer. Auf Mastodon fasst ein Thread die Ereignisse zusammen, mit Text und Bild.
Es wird weitere Proteste gegen das BGG (2. und 3. Lesung am 8. und 9.7.), gegen Kürzungen in der Behindertenpolitik und in anderen Bereichen geben! Achtet auf Ankündigungen!
Am 22. Juni wird im Paul-Löbe-Haus über das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) gesprochen. Und wir stehen vor der Tür. ✊🪧
Denn dieser Entwurf steht für ein größeres Muster: Ein BGG ohne echten Zugang für alle. Kürzungen bei lebenswichtiger Assistenz. Ein Gesetz, das pflegende Angehörige zusätzlich belastet. ‼️⚠️ Das ist kein Zufall. Das ist eine politische Linie. Wir lassen nicht zu, dass Menschen mit #Behinderung wieder auf später vertröstet, ausgebremst oder aus dem öffentlichen Leben gedrängt werden.
Teilhabe ist kein Sonderwunsch. Sie ist ein Recht. Für eine gesetzliche Pflicht zur #Barrierefreiheit.
🗓️ 22. Juni 2026 ⏰ 14 bis 17 Uhr 📍 Paul-Löbe-Haus, Berlin