Podcast: Die tägliche Behindertenfeindlichkeit in der Mobilität – ein Gespräch über Wut und Mut

She drives mobility, der Podcast mit Katja Diehl

hier zu finden: https://katja-diehl.de/20245

Text von Katja zur Sendung, aus ihrem Blog:

Cécile, Joni und Kurt haben im September zusammen mit anderen Behinderten eine Nacht auf dem Hamburger Gleis 13/14 verbracht, um gegen den täglichen Ableismus in der Mobilität zu protestieren. Mit einem (Teil-)Erfolg der zeigt: Direkt Aktion wirkt.

Das Gespräch war offen, angenehm, wütend und deutlich. Barrierefreiheit ist kein Zusatzposten der Verkehrswende. Sie ist ihre Prüfung. Wenn sie an Gleis 13/14 scheitert, scheitert sie überall. Denn jeder von uns kann morgen durch einen Unfall behindert sein. Die meisten Behinderungen entstehen im Laufe des Lebens. Und direkte Aktion wirkt! Wenige Tage nach der Aufzeichnung wurde bekannt, dass der Aufzug nach Monaten wieder funktioniert!

In der Mobilitätsdebatte wird ständig über Menschen mit Behinderungen gesprochen. Sie werden als Kostenfaktor, als Ausrede oder als Gruppe, die angeblich das Auto braucht, bezeichnet. MIT ihnen selbst wird fast nie gesprochen. Cécile ist Klima-Aktivistin, fährt Rollstuhl und klettert sogar damit. Auf allen Plattformen zeigt sie, wie wenige Barrieren es eigentlich geben könnte. Sie hat die Anti-Ableismus-Aktion Lüneburg Nord mitgegründet und ist bei Robin Wood aktiv. Joni ist nichtbinär, politisch aktiv in antifaschistischen Kontexten und denkt konsequent über Systemkritik nach. Kurt kommt aus der Organisation von direkter Aktion, hat schonmal den Senat der Universität besetzt und ist jetzt in der Klimagerechtigkeitsbewegung aktiv. Alle dreisagen denselben Satz in Varianten: „Wir werden behindert, von der Gesellschaft.“

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